Gut vorbereitet zum Arzt


Der erste Ansprechpartner bei Schmerzen ist der Hausarzt. Er überweist bei Bedarf an einen Schmerztherapeuten oder an eine Schmerzklinik. Am Erfolg der bevorstehenden Schmerztherapie kann der Patient mitwirken, indem er den Besuch beim Arzt mit den notwendigen Unterlagen vorbereitet:

  • Ein bis zwei Wochen vor dem Termin sollte mehrmals täglich die Schmerzintensität gemessen und protokolliert werden. Die Aktion Schmerz 60plus erläutert in der Rubrik „Schmerz messen“, wie es funktioniert. Zudem können Schmerzskala und Schmerztagebuch in der Rubrik „Service“ kostenlos angefordert werden. 
  • Der Patient muss dem Arzt die Schmerzen möglichst genau beschreiben: Wo tut es weh? Wie stark schmerzt es? Wie fühlt sich der Schmerz an? Seit wann, wie häufig und bei welcher Gelegenheit tut es weh? Welche Faktoren beeinflussen die Schmerzen? Auch wenn ältere Menschen es mitunter gewohnt sind, die Zähne zusammen zu beißen und ihre Schmerzen zu ertragen, Schmerzen sollten nicht verharmlost werden. Es ist daher wichtig, oben genannte Fragen ein bis zwei Wochen lang so genau wie möglich im Schmerztagebuch zu beantworten und dem Arzt das Tagebuch mitzubringen.
  • Hilfreich für den Arzt ist eine Liste mit allen Ärzten, bei denen der Schmerzpatient wegen seiner Schmerzen bisher in Behandlung war.
  • Bei den entsprechenden Ärzten sollte eine Kopie der Krankenakte angefordert und diese mitgebracht werden, um die Untersuchungsergebnisse zusammenzufassen.
  • Der Patient sollte zusätzlich alle relevanten Röntgenbilder und Befunde durchgeführter Computertomographien (CT) und Magnetresonanztomographien (MRT) mitbringen.
  • Der Patient kann den Arzt bei der Auswahl des richtigen Schmerzmedikaments unterstützen, indem er vorab alle verschreibungspflichtigen und rezeptfreien Medikamente, die er einnimmt, auflistet.