Das Arzt-Patienten-Gespräch


Schmerzen sind kein Schicksal. Das Zitat "Ein alter Mensch, der morgens aufwacht und keine Schmerzen hat, ist sehr wahrscheinlich tot" von Jürgen von Manger alias Adolf Tegtmeier gilt heute zum Glück nicht mehr! Für jede Schmerzursache und -stärke gibt es hochwirksame und verträgliche Schmerzmedikamente. Niemand muss starke Schmerzen ertragen.

Jedoch sind Schmerzen subjektiv. Keiner kennt den Schmerz so gut wie der Patient selbst. Eine erfolgreiche Schmerztherapie beginnt daher immer mit dem Dialog zwischen Arzt und Patient. Um das Schmerzempfinden richtig zu beurteilen, sprechen Arzt und Patient gemeinsam über das Schmerzgeschehen und legen das Schmerzniveau fest, das der Patient für sich als erträglich definiert. Denn meist ist vollkommene Schmerzfreiheit gar nicht das Ziel von Schmerzkranken. Bereits eine Linderung um zirka drei Stufen aus einer Schmerzskala von 0 = kein Schmerz bis 10 = stärkster vorstellbarer Schmerz kann für den Patienten schon eine Verdopplung der Lebensqualität bedeuten.

Das Messen der Schmerzintensität mit der Schmerzskala und ein Schmerztagebuch, in dem der Patient seine Schmerzen bereits ein bis zwei Wochen lang vor dem Arztbesuch dokumentiert hat, helfen nun, dem Arzt den Schmerz zu beschreiben, ohne ihn zu verharmlosen.